"Hormon-Sauna" - wenn die Wechseljahre zur Qual werden


   
Klimakterium Beschwerden
Fast jede Frau um die 50 Jahre kennt die typischen Wechseljahrs-beschwerden, die beim Rückgang der Hormonproduktion in den Eierstöcken auftreten:
Stimmungsschwankungen und plötzliche Hitzewallungen, die v.a. nachts und bei gänzlich unpassenden Gelegenheiten mehr als lästig sind.
Die Zufuhr von weiblichen Geschlechtshormonen, sei es in Tablettenform, als Pflaster oder Gel, lindert bei über 75% der Frauen die Beschwerden, weshalb in den 90er Jahren derartige Präparate großzügig verordnet wurden. Man hoffte, mit dieser Art von “Jungbrunnen”, nicht nur diese Probleme zu vermindern, sondern auch vorbeugend gegen Gefäßerkrankungen, wie z.B. Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu wirken.

Mit der großen WHI ( Women`s Health Initiative) – Studie 2002 kam dann das böse Erwachen:  über 16.600 Frauen zwischen 50 und 59 Jahren waren unter kombinierter Östrogen/Gestagen – Hormoneinnahme insbesondere bzgl. Brustkrebs und koronaren Herzerkrankungen beobachtet worden.
 

Die ursprünglich auf 8,5 Jahre angelegte Studie wurde bei deutlich erkennbaren schädlichen Auswirkungen bereits nach gut 5 Jahren abgebrochen. Seit dieser Zeit setzte ein Umdenken bei der Hormontherapie im Klimakterium ein, zumal auch neuere Forschungen die damaligen Ergebnisse untermauerten:
  • das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken und daran zu sterben ist unter Hormontherapie erhöht
  • sowohl Schlaganfälle als auch Herzinfarkte nahmen zu
  • gerade in den ersten Jahren einer Hormoneinnahme treten vermehrt Thrombosen und Lungenembolien auf
  • eine Studie von 2008 wies ein erhöhtes Demenz-Risiko nach
  • zudem scheinen Gallenwegserkrankungen, Eierstock-Krebs und evtl. sogar Lungenkrebs zuzunehmen

Positive Effekte zeigten sich, neben der schon erwähnten Besserung von Hitzewallungen, lediglich in einem Rückgang der Knochenbrüche, Harnwegsinfekte und des Darmkrebses; allerdings hielten diese nur wenige Jahre nach Absetzen der Hormone an.

Die vorliegenden handfesten Daten sind Grund genug, eine Hormonersatztherapie aus rein präventiven Gründen nicht mehr zu empfehlen. Bei sehr hohem Leidensdruck kann man, sofern keine Kontraindiktionen wie vorhergegangene Thrombosen oder familiäre Brustkrebserkrankungen vorliegen, eine Hormongabe diskutieren - jedoch mit dem Wissen, dass bei langjähriger Einnahme die Nachteile überwiegen.

Gesündere Alternativen sind sicherlich eine Umstellung des Lebensstils, wie z.B.  gesunde, leichte Kost, mehr Bewegung und psychische Ausgeglichenheit, wobei sich v.a. Qi-Gong-Übungen anbieten. Pflanzliche Präparate, wie Soja, Traubensilberkerze (Cimcifuga) und Johanniskraut können ebenfalls eingesetzt werden.

Eine interessante und recht erfolgreiche Therapie, insbesondere von Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen, ist neben der klassischen Akupunktur die Homöopunktur. Dabei wird ein bewährtes homöopathisches Arzneimittel (Cimcifuga) in niedriger Potenzierung in solche Akupunkturpunkte injiziert, die ganz individuell dem Krankheitsbild und der speziellen Patientin entsprechen. Die Vereinigung von Homöopathie und Akupunktur erfasst den Menschen ganzheitlich – und potenziert somit deren Wirkung.

Diese völlig nebenwirkungsfreie Therapie kann auch Ihnen helfen und wieder einen erholsamen Nachtschlaf – ohne kühlende Aufenthalte auf Terrasse oder Balkon – herstellen. Gerne erkläre ich die entsprechenden Therapiemöglichkeiten für Ihren ganz persönlichen Fall – kontaktieren Sie mich!

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